Session 7 Panel II – Tini Brüning, Merle Schoon & Alexander Zehrer
Wie kann Glaube in den Medien sichtbar werden? Für Tini Brüning sind soziale Netzwerke eine große Chance: „Social Media ist ein Vorhof.“ Menschen könnten dort andocken, Fragen stellen und erste Schritte im Glauben gehen. Entscheidend sei dabei Authentizität: „Menschen reagieren auf Menschen.“ Gleichzeitig erlebe sie bei Kirchen oft eine gewisse Unnahbarkeit. Influencerin Merle Schoon setzt deshalb bewusst auf Ehrlichkeit: Sie teilt auch ihre eigenen Kämpfe und erlebt, wie Follower darauf mit Offenheit reagieren. Über Privatnachrichten entstünden seelsorgerliche Gespräche – ein „pastoraler Dienst im digitalen Raum“. Trotz aller Risiken durch Bewertungen und Kritik bleibe für sie entscheidend: „Wir haben einen krassen Vorteil – wir wissen, woher wir kommen und wohin wir gehen.“ Filmemacher Alexander Zehrer betonte die Kraft von Geschichten: Wenn Menschen sich in Filmfiguren wiederfinden, beginnen sie, über ihr eigenes Leben und die großen Fragen nachzudenken. So können Medien zu einem Ort werden, an dem Glaube neu ins Gespräch kommt.


