Session 6 – Jonathan Almonte
„Für mich ist jetzt die Zeit, anderen zu dienen“, sagte Jonathan Almonte, Leiter des Unterstützerengagements bei Compassion International. Er erzählte seine bewegende Lebensgeschichte, die in großer Armut in der Dominikanischen Republik begann. Durch eine lokale Kirche und ein Kinderhilfsprogramm von Compassion erlebte er Annahme und Hoffnung gerade in einer Zeit, in der er sie am meisten brauchte. Bewegt erzähle er: „Ich kenne die Kraft dieser Hoffnung persönlich, weil ich eins dieser Kinder gewesen bin, die Hoffnung brauchten. Und es war großartig, als ich Hoffnung in meiner lokalen Kirche fand.“
Er beschrieb mehrere Gründe, warum Hoffnung immer wieder stecken bleibt: „Jede Entwicklungsarbeit in Unabhängigkeit der Kraft Jesus, ist eine unvollständige Lösung. Auch wenn materielle Dinge schön gewesen wären, hätten sie nicht das größte Bedürfnis gestillt, das ich hatte: mein Bedürfnis nach Jesus.“ Er stellte klar: „Wir müssen den Gedanken zur Seite legen, die Armen wären nicht bereit, das Evangelium zu verstehen. Das ist einfach nicht wahr.“ Vielmehr brauche es einen ausbalancierten Ansatz, der Kinder als ganzheitliche Wesen betrachte – also auch auf geistlicher, sozialer, emotionaler, kognitiver und physischer Ebene. Ein weiterer Grund, der Hoffnung immer wieder ausbremse, sei die Gleichgültigkeit von Menschen. Bewegt berichtete er von der sehr schwierigen Beziehung zu seinem Vater und wie diese letztendlich durch Gottes Kraft heilen durfte. Er drückte eine große Wertschätzung aus für all die Menschen, die ihn in dieser schweren Zeit begleiteten und resümiert: „Den Armen zu dienen, ist schwierig, chaotisch. Verwandlung und Heilung passieren langsam und unvorhersehbar. In diese Welt der Armen zu gehen bedeutet, eine Welt zu betreten, die geprägt ist von Zerbruch und Betrug, Sucht und Missbrauch, Faulheit und Schuldzuweisung, Verletzung und Krankheit, gesellschaftlichen Unruhen und Naturkatastrophen, geistlichen Kämpfen und Unterdrückung. Die Gründe dafür sind komplex und die Lösung braucht Zeit und eine riesige Menge an Großzügigkeit und Gnade von Menschen, die sich wahrhaftig darum bemühen. Und genau hier brauchen wir Jesus: Wir können diese Arbeit nicht allein tun.“


